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Gespeichert von benRB am 2. September 2014 - 8:24

Die Stadt Papenburg,
mit ihren insgesamt 35.000 Einwohnern blickt auf eine lange Tradition im Schiffbau zurück. Seit über 200 Jahren ist sie Standort der MEYER WERFT. Wie der Schiffbau der Vergangenheit aussah, kann entlang der Kanäle der Stadt besichtigt werden; zahlreiche Hotels und Restaurants lassen alte Traditionen der MEYER WERFT wiederaufleben.

Die Werft der größten Kreuzfahrtschiffe
Die MEYER WERFT ist die einzige von ursprünglich 23 Papenburger Werften, die überleben konnte: Durch eine frühzeitige Spezialisierung auf Kreuzfahrtschiffe sicherte sie sich ihren festen Platz in Papenburg und der Welt.

Die Geschichte Papenburgs,
der südlichsten Seehafenstadt Deutschlands, ist geprägt vom Schiffbau: Seit jeher faszinieren vor allem die luxuriösen Kreuzfahrtschiffe der MEYER WERFT Papenburgs Besucher. Bei einem Rundgang im Besucherzentrum der Werft können Sie den Giganten Auge in Auge gegenübertreten und modernen Schiffbau der Superlative erleben! Selbst Seeluft schnuppern kann man bei einer spannenden und amüsanten Hafenrundfahrt. Die Kanäle in Papenburg locken mit einem einmaligen Schifffahrt-Freilichtmuseum, das Nachbauten alter Segelschiffe zeigt.

Mehr Information über die Meyer Werft finden Sie unter: www.meyerwerft.de

Kulinarische's
Kluntjes und … Ostfriesische Teezeremonie
Es ist durchaus lohnend, einfach die einzelnen Stationen der Teezeremonie abzuwarten, denn durch sie erschließt sich dem Gast ein tiefer Einblick in ostfriesische Sitten und Gebräuche. Vorab gesagt: der Tee wird nicht getrunken, um den Durst zu löschen, sondern um eine bestimmt Atmosphäre zu schaffen. Einigermaßen umständlich ist die Handhabung der schmucken silbernen "Kluntjezangen", die ostfrisiesche Mädchen als erste Aussteuergabe zur Konfirmation geschenkt bekommen. Meistens sind sie zu filigran für die großen Kandisbrocken, die sie zu umfassen suchen. Es bedarf schon einer langjährigen Übung, um die kritische Distanz zwischen "Kluntjepott" und Tasse ohne Verluste zurückzulegen. Erst wenn alle Tassen mit einem "Kluntje" bestückt sind, wird der Tee, der mindestens fünf Minuten gezogen haben muss, vorsichtig eingegossen.

Das Knacken des Kandis zeigt an, dass der Tee heiß genug war. Die Tasse darf allenfalls halb voll gegossen werden, damit noch eine Spitze des Kluntjes aus dem tiefen Braun herausragt. Um diesen "Gipfel" herum legt der ostfriesische Teekenner mit dem "Rohm- lepel" (Sahnelöffel) behutsam eine dicke Sahnewolke, die sich langsam vom Kluntje zum Tassenrand ausbreitet und versinkt.

In diesem Moment sollte man eine Weile innehalten und dem Geschehen in der Tasse seine ganze Aufmerksamkeit schenken. Machen Sie Ihren Kopf frei von allen Alltagsproblemen, nehmen Sie meditativ teil an dem, was sich im Mikrokosmos Ihrer Teetasse abspielt.

Halt! Den Griff zum Teelöffel, der auf der Untertasse scheinbar zum Umrühren parat liegt, können Sie sich noch sparen, denn Tee trinkt der Ostfriese weder geschüttelt noch gerührt. Der "echte" Genuss einer Tasse Tee erschließt Ihnen gewissermaßen alle unterschiedlichen Facetten des Lebens. Sanft, bitter und im Abgang zuckersüß.

Drei Mal darf sich dieses Procedere wiederholen. Dann endlich kommt auch der bis zu diesem Zeitpunkt noch unberührt gebliebene Teelöffel zum Einsatz. Indem dieser schlicht in die Tasse hineingelegt wird, zeigt man wortlos darauf hin, dass gemäß dem Sprichwort " Dree is Oostfresen Recht" keine weitere Tasse mehr gewünscht wird.

Beherzigen Sie diese kurze Einweisung in die ostfriesische Teezeremonie und Ihnen wird die stille Anerkennung Ihrer Gastgeber sicher sein.

Mehr Information über Papenburg finden Sie unter: www.papenburg.de