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Gespeichert von benRB am 5. September 2014 - 8:22

Der Anstich
…nach dem traditionellen Auftakt des Einzugs der Wiesnwirte ist der Anstich das feierliche Eröffnungsritual des Oktoberfests. Um Punkt 12:00 Uhr ist es soweit. Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter zapft das erste Fass im Schottenhamel Festzelt an und läutet damit den Beginn der Wiesn ein. Heuer findet der Anstich am 22.09.2018 statt.

Die erste Maß Wiesnbier geht traditionell an den amtierenden Bayerischen Ministerpräsidenten. Dann klirren in den Festzelten die Bierkrüge und alle lassen sich ihre erste Maß schmecken. Unmittelbar nach dem Anzapfen krachen an der Bavaria Böllerschüsse durch die Luft - das Zeichen für alle Wiesn-Fans, dass das Oktoberfest begonnen hat.

Einzug der Wiesnwirte
Seit 1887 beginnt die Wiesn traditionell mit dem Einzug der Festwirte auf die Theresienwiese. Am ersten Wiesnsamstag, den 22.09.2018 fahren die Wirte mit den geschmückten Wagen und imposanten Pferdegespannen durch die Stadt zur Theresienwiese - vorbei an tausenden von Zuschauern, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollen.
Der Zug wird angeführt vom Münchner Kindl, dem Repräsentanten der Stadt auf vielen kulturellen Veranstaltungen - insbesondere natürlich auf dem Münchner Oktoberfest. Ihm folgt traditionsgemäß die Festkutsche des Oberbürgermeisters.
Hinterdrein fahren die Prachtgespanne der Festwirte, Brauereien und Kellnerinnen, die symbolisch das Bier auf die Wiesn bringen, bevor es offiziell angezapft wird. Schließlich dürfen auch die kleinen Wiesnwirte, Schausteller und Marktkaufleute nicht fehlen. Auch sie sind jeweils mit einem gemeinsamen Wagen vertreten. Rund 1000 Mitwirkende beteiligen sich jährlich am traditionellen Wirte-Einzug.
Eine Stunde lang stimmen sich das Publikum und die winkenden Teilnehmer gegenseitig auf zwei festliche Wochen ein: Wann sonst bekommt man die einmalige Gelegenheit, fast alle Mitwirkenden des Oktoberfests auf einmal zu sehen? - Mit blumengeschmückten Kutschen präsentieren sich die Wirte der Festhallen und deren Familien. Kellnerinnen, die in der Folgezeit schuften müssen, schwenken nun selbst den Maßkrug und die Blaskapellen der Festzelte stimmen bereits zünftige Musik an.
In der Sonnenstraße werden für die Zuschauer drei Tribünen aufgestellt: vor der Hausbank, Hieber-Lindberg und auf dem Grünstreifen. Tickets für die Tribünen sind im Vorverkauf erhältlich.
Von dort aus hat man die beste Sicht auf das prächtige Spektakel. Für den Umzug werden eigens ganze Straßen der Innenstadt gesperrt. Auch am Rand der Straßenabsperrungen kann man die Wagen verfolgen, den Wirten zuprosten und traditionelle Formationen wie Goaßlschnalzer und Blaskapellen bewundern. - Natürlich gratis
Der Umzug startet um 10:50 Uhr in der Josephspitalstraße, nachdem sich bereits Stunden vorher die Wagen-Gespanne und Formationen vorbereiten und aufstellen. – Wenn man Glück hat, kann man zu diesem Zeitpunkt auch noch ein Foto mit dem Münchner Kindl höchstpersönlich ergattern. Dieses startet pünktlich in Richtung Sonnenstraße und bewegt sich mitsamt des Zuges über die Schwanthaler- und Hermann-Lingg-Straße, überquert den Bavariaring und zieht schließlich über den geschmückten Eingang auf der Theresienwiese ein. Auch dort wartet traditionell bereits ein großes Publikum vor den Festzelten und in den Seitengassen der Wirtsbudenstraße. Der Oberbürgermeister und das Münchner Kindl halten schließlich vor der Schottenhammelfesthalle, die anderen Wirte und Schausteller ziehen in ihre jeweiligen Zelte und Buden ein, bevor es um 12 Uhr heißt: „O`zapft is“.

Trachten- und Schützenzug
Am ersten Wiesn-Sonntag ziehen traditionell die Trachten- und Schützenvereine durch München zur Theresienwiese. Der Trachten- und Schützenzug wurde im Jahre 1835 zum ersten Mal abgehalten - damals zu Ehren der Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern. Seit 1948 ist er fester Bestandteil des Oktoberfestes. Der Trachten- und Schützenzug ist für Zuschauer am Straßenrand kostenlos - für die Tribünen können Tickets erworben werden.
Rund 9.000 Mitwirkende präsentieren in einem sieben Kilometer langen Zug eine bunte Trachten-, Brauchtum- und Volkstanzvielfalt. Dazu reisen neben bayerischen Vereinen auch Gruppen aus ganz Deutschland, Europa (u.a. Österreich, Italien, Slowenien, Serbien, Polen und Spanien) und Nordamerika an, die mit ihren außergewöhnlichen Trachten und Spielmannskapellen den Umzug besonders sehenswert machen. Alle Gruppen ziehen vom Max-II-Denkmal durch die Innenstadt bis zum Esperantoplatz, wo sich der Zug auflöst. Zum feierlichen Abschluss ziehen einige Spielmannszüge und Kapellen in die Festzelte ein und runden den Umzug mit einem Musikstück ab.
Neben den Münchner Brauereien, die jedes Jahr mit ihren prachtvollen Gespannen vertreten sind, machen über 40 pompös verzierte Festwagen und Kutschen diesen Zug einzigartig: Viele davon sind mit Handwerks- und Brauchtumsdarstellungen geschmückt und lassen alte Zeiten aufleben.
Ein Brauerei-Gespann nach dem anderen bahnt sich den Weg durch die Innenstadt und wartet mit Girlanden, riesigen, verzierten Bierfässern, Blumenkränzen und prächtigen Pferden auf. Und zwischen den Wagen werden immer wieder Überraschungen und kleine Showeinlagen von bayerischen Trachten-, Musik- und Tanzgruppen geboten.
Zwischen die Trachtengruppen reihen sich Sport-, Gebirgsschützen und der Bayerische Jagdverband mit echten Jagdhunden und Greifvögeln. Während die Fahnenschwinger optische Akzente setzen, wird die musikalische Unterhaltung von Musikkapellen und Fanfarenzügen getragen, die sich mit Marschtrommeln, Flöten, Lyren und Becken der Spielmannszüge abwechseln.
Angeführt wird der Zug traditionell vom Münchner Kindl, das hoch zu Ross voran reitet. Es gilt als das Wahrzeichen der Stadt München und wird durch eine junge Dame verkörpert. In den folgenden Kutschen und Wagen fahren der Münchner Oberbürgermeister, der Bayerische Ministerpräsident und weitere Honoratioren mit.
Beste Sicht hat man auf einem der zahlreichen Tribünenplätze zwischen Maximilianstraße und Esperantoplatz: auf insgesamt 14 Tribünen haben die Zuschauer eine optimale Sicht auf die Trachtengruppen und können die Shows der Tanzgruppen, Choreografien der Fahnenschwinger und alle weiteren Überraschungen mit verfolgen. - Tickets für die Tribünen sind im Vorverkauf erhältlich. Alternativ kann man den bunten Zug auch kostenlos an den Seiten der abgesperrten Straßen bewundern und beklatschen.
Neu und äußerst prunkvoll zeigten sich 2013 z.B. die Damen der Goldhaubengruppe aus Bad Griesbach mit hochwertigen Seidengewändern und funkelnden Goldhauben. „Die Marburger“ tragen Original-Trachten aus dem 18. Jahrhundert und die Trachten- und Volkstanzgruppe Gefrees aus Franken präsentiert ihre Festtagstracht nach Vorgaben von 1900 mit handgefertigten Schaufelhüten, Schaft-Stiefeln und „Neschenhauben“. Und auch die deutschen Nachbarn hatten einiges zu bieten: Die kroatische Gruppe HKPD Boiljak Cucerje wartete mit über 100 Jahre alten, handgearbeiteten Trachten und Instrumenten auf und stellten Hochzeitsbräuche und Lieder ihrer Heimat vor.

Veranstaltungsdaten
Trachten- und Schützenumzug
Dauer: ca. 2 Stunden
Zugweg: Maximilianstraße - Residenzstraße - Odeonsplatz – Ludwigstraße – Umkehrung Höhe Galeriestraße – Ludwigstraße – Brienner Straße (zwischen Odeonsplatz und Amiraplatz) – Amiraplatz – Salvatorplatz – Kardinal-Faulhaber-Straße – Promenadeplatz (Nordseite) – Pacellistraße - Lenbachplatz (nord-westliche Fahrbahn) bis in Höhe Ottostraße – Karlsplatz (östliche Fahrbahn) - Sonnenstraße (östliche Fahrbahn) - Schleife in Höhe der Josephspitalstraße - Sonnenstraße (westliche Fahrbahn) - Schwanthalerstraße - Paul-Heyse-Straße - Georg-Hirth-Platz - Kaiser-Ludwig-Platz (westliche Fahrbahn) - Schubertstraße - Esperantoplatz
Tribünen:
Maximilianstraße Nordseite, auf dem Gehweg östlich der Zufahrt zur nördlichen Ortsfahrbahn
Maximilianstraße Nordseite, auf dem Gehweg westlich der Zufahrt zur nördlichen Ortsfahrbahn
Max-Joseph-Platz, Südseite des Rondellbereiches, gegenüber „Alte Residenz Post“
Max-Joseph-Platz, Westseite des Rondellbereiches, gegenüber „Spatenhof”
Odeonsplatz, Ostseite, Höhe Anwesen Odeonsplatz 14-16 („Haus Annast I“)
Odeonsplatz, Ostseite, Höhe Anwesen Odeonsplatz 12 („Haus Annast II“)
Odeonsplatz, Ostseite, Höhe Anwesen Odeonsplatz 10-12 („Filmcasino“)
Odeonsplatz, Westseite, Höhe Reiterdenkmal
Odeonsplatz, Nordseite der freien Fußgängerfläche, südlich des Radweges (Ehrentribüne)
Odeonsplatz, Ostseite, Höhe Anwesen Odeonsplatz 12 („Sal Oppenheim“)
Pacellistraße Südseite, in der Parkbucht vor Anwesen Pacellistraße 5
Stachus-Rondell, Gehweg nördlich vor dem Brunnen
Stachus-Rondell, Gehweg südlich vor dem Brunnen
Sonnenstraße, Parkbuchten vor Anwesen Sonnenstraße 15/17 (Höhe Lindberg)
Sonnenstraße, Grünanlage gegenüber Sonnenstraße 15
Kaiser-Ludwig-Platz, Westseite, vor dem Denkmal

Mehr Informataion unter http://www.muenchen.de/veranstaltungen/oktoberfest.html